Hat die Schulmedizin versagt?

Hat die Schulmedizin versagt?

“Die Schulmedizin hat versagt.“

Oder:

Hat dein Gärtner versagt, wenn er deine Wände schlecht gestrichen hat?

 

Der Satz “Die Schulmedizin hat versagt.” ist mir in letzter Zeit in Blogartikeln, in Posts und in Gesprächen begegnet.

Dieser Satz macht mich betroffen. Es trifft mich wirklich. Am Anfang hat er Ärger ausgelöst, es ist aber wahrscheinlich eher eine Enttäuschung.

Ja, es gibt schlechte Mediziner (genau wie schlechte Gärtner und schlechte Fliesenleger)

Und ich habe großes Mitgefühl für die Menschen, die falsch behandelt wurden oder zusätzliches Leid durch schlechte medizinische Qualität oder fehlendes menschliches Verhalten erlebt haben.

Ja, unser medizinisches System hat viele Mängel – die ich selbst auch anprangere.

Und wer mich kennt, weiß, wie viel mir daran liegt, dass wir alle daran arbeiten, ein menschlicheres Gesundheitssystem zu schaffen.

Meine Vision ist ein Gesundheitssystem, das seinem Namen wirklich gerecht wird und gesund macht.

Gesund bedeutet nicht (nur) einen Knochen zu reparieren oder einen Blutdruck zu senken. Gesund bedeutet für mich auch, dem Körper die Chance zu geben, zu heilen – auf allen Ebenen. Und Gesundheit bedeutet, zu wissen, wie sich Gesundheit bewahren lässt.

Langer Rede kurzer Sinn, ich wünsche mir ein anderes Gesundheitssystem als das, was wir jetzt haben und da natürlich auch eine menschlichere, respektvollere, empathische Schulmedizin.

Und doch gibt es für mich auch eine andere Seite.

Wir haben hier in Deutschland eines der besten medizinischen Versorgungssysteme in Europa, von der Welt schon ganz abgesehen.

 

Ich bin seit über 20 Jahren unter anderem als Notärztin tätig. In diesem Bereich lassen sich sehr gut die teil stark überzogenen Erwartungen der Bevölkerung erkennen.
Was kann die Schulmedizin (oder klassische Medizin)?
  • Sie kann viele körperliche Schäden erkennen (und oft auch erklären)
  • Sie kann in vielen Fällen auf wissenschaftlich hohem Niveau „Schäden“ reparieren.
  • Sie verwendet dabei häufig „(bio-)chemische Mittel“
Was wird aber oft erwartet?

Dass sie ALLES erklären kann.

Dass sie ALLES heilen kann.

Dass sie schnelle, einfache Lösungen bietet.

Dass der Arzt das Problem regelt, ohne dass der Patient selbst etwas dafür tun muss.

Dass der Arzt immer kompetent und empathisch ist, sich Zeit nimmt und viele tieferliegende Bedürfnisse wie Zuwendung, Fürsorge, Lösungen für Alltagsprobleme, psychologische Betreuung und soziale Tätigkeiten bietet. Und das, ganz egal, welchen Stress er hat, wie es ihm selbst gerade geht und welchen teils unverschämten, fordernden, anspruchsvollen Patienten er gegenübersteht.

Das KANN sie NICHT. (Zumindest sehr häufig nicht.)

Versteh mich nicht falsch. Wie ich oben schon gesagt habe, ich möchte als Ärztin empathisch sein, mir Zeit nehmen und dir Lösungen für deine Probleme bieten. Das ist mir ein Herzenswunsch.

Aber das gibt das System oft nicht her. Dazu fehlt 1. die Zeit, 2. das Geld und 3. sind nicht alle Menschen dazu fähig.

 

1. Wir haben einen Ärztemangel und einen Pflegenotstand.

Und auch in den anderen medizinischen Berufsgruppen ist der Mangel an Fachkräften eklatant. Die Folge ist eine Arbeitsverdichtung, Zeitmangel und in der Folge Stress. Dazu kommt, dass wir oft von anspruchsvollen Tätigkeiten mit hoher Verantwortung sprechen, die zusätzlichen Druck erzeugen.

Das Thema Stress durch Personalmangel ist nicht auf den medizinischen Bereich beschränkt. Also eigentlich dürften die meisten Menschen das Phänomen kennen. Und wer von uns ist immer freundlich, immer ruhig, immer entspannt, immer geduldig, immer freundlich und macht keinerlei Fehler, wenn er unter Druck steht?

Vom medizinischen Personal wird es erwartet.

Wer würde bei einem Piloten, dessen Co-Pilot gerade fehlt, weil er krank ist, und der im Unwetter landet, erwarten, dass er nebenbei eine freundliche Unterhaltung mit den Passagieren führt?

2. Mehr Geld wollen die meisten nicht zahlen.

Gesundheit soll kostenlos sein. Egal, wie das dann finanziert werden soll. Dass es in der Form nur funktioniert, weil viele Menschen, die im medizinischen Bereich arbeiten, sich völlig unter Wert verkaufen, ist vielen nicht bewusst oder auch egal.

Ich kenne so viele ganz wunderbare Ärztinnen und Ärzte, aber auch Pflegepersonal und andere, die ihre eigene Selbstfürsorge hintenanstellen, um zu geben. Nicht wenige gehen an ihrem Maß an Aufopferung kaputt.

3. Es gibt Ärzte, die sich tatsächlich schwer tun mit Empathie,

die kein Interesse an dem haben, was hinter deinem aktuellen Problem noch alles dahinterstecken könnte. Vielleicht haben sie Mitgefühl nie (kennen)gelernt. Möglicherweise sind es stattdessen hervorragende Operateure oder sie können die größten Heilerfolge durch manuelle Tätigkeiten erreichen. Muss ein Mensch immer alles können?

 

 

Ich möchte hier etwas richtigstellen:

Der Arzt ist nicht das Mädchen für alles, auch wenn sich viele ein Bein rausreißen, um das zu bieten.

Der klassische Arzt hat nicht die Zeit und oft nicht die Expertise, um die tiefe Wurzel der Erkrankung zu erkennen. Dazu gibt es beispielsweise die funktionelle Medizin.

Der klassische Arzt versucht (meist) nicht, möglichst Chemie-frei zu therapieren, weil es nicht sein Ansatz ist. Dazu gibt es unzählige alternativmedizinische Angebote.

Der klassische Arzt kann nicht deine Lebensgeschichte, vielleicht auch deine traumatischen Erfahrungen aufarbeiten und deine inneren Antreiber und Themen zum Schweigen bringen, um viele Krankheiten auf viel tieferen Ebenen zu erforschen und zu behandeln. Dazu gibt es Psychologen und Coaches.

Der klassische Arzt kann dir nicht auf Dauer deine Beschwerden wegnehmen, wenn sie Eigeninitiative erfordern. Dazu benötigt es Selbstwirksamkeit.

Der klassische Arzt kann nicht die Verantwortung für dich übernehmen. Dafür bist du selbst verantwortlich.

Ein Arzt kann nicht deine Familienkonstellation oder dein berufliches Umfeld ändern. Das ist DEINE Aufgabe.

Der klassische Arzt kann nicht alle Philosophien, Glaubensansätze und Heilmethoden teilen. Dazu gibt es Menschen, die genau das anbieten.

 

Gehst du zu einem Gärtner, wenn du deine Wände streichen lassen willst?

 

Erwarte von einem Schulmediziner das, was ein Schulmediziner bieten kann!

 

Entscheide dich für die Schulmedizin, wenn du ihr vertraust und das suchst, wobei sie dir helfen kann.

Gehe woanders hin, wenn du etwas anderes suchst oder brauchst. Möglicherweise musst du dafür über deinen Schatten springen.

Patienten sind heutzutage so gut vorinformiert durch Google und Co., es dürfte fast jedem bekannt sein, dass es verschiedene Heilmethoden und verschiedene Ansätze gibt.

Wenn du Unterstützung haben möchtest, um ein anderes Leben zu führen, akzeptiere, dass es Zeit und Geld kostet und investiere in dich selbst! Entscheide du selbst, wieviel es dir wert ist, gesund zu sein.

Beginne damit, Selbstverantwortung zu übernehmen! DU bist der, der am allermeisten heilen kann.
  • durch eine gesunde Lebensweise
  • durch Selbstreflexion, ein Bewusstsein und eine Bereitschaft, etwas SELBST zu verändern.
  • durch den Mut hinzuschauen und die Ehrlichkeit dir selbst gegenüber

Und wenn wirklich alle so handeln…

…wenn der Notarzt nicht mehr nachts wegen Druck auf den Nebenhöhlen gerufen wird, um eine Überweisung für die HNO auszustellen,

…wenn der Arzt nicht mehr um 11 Uhr abends jemanden mit Sonnenbrille gegenübersitzt, der nach dem zuende geschauten Fußballspiel in die Ambulanz kommt, weil er wegen Muskelkater vom 450€-Schneeschipp-Job eine Krankmeldung haben möchte,

…wenn der Rettungsdienst nicht mehr nachts die Oma in die Klinik bringen muss, weil die Versorgung zuhause seit Wochen nicht geregelt ist

…oder zu einer Party gerufen wird, auf der alle kräftig miteinander gebechert haben, aber keiner Lust hat, den, der jetzt kotzt, über Nacht zu betreuen…

…dann gibt es ein deutlich weniger überlastetes Gesundheitssystem. Dann können auch Schulmediziner sich länger als 7,5 min. mit einem Patienten beschäftigen. Dann werden nicht so viele hochmotivierte Mediziner aus Erschöpfung und Überforderung das System verlassen. Dann sind sie wahrscheinlich auch entspannter und empathischer.

Und dann versagt die Schulmedizin nicht mehr so oft.

 

Möchtest du selbstwirksam anders mit einer Erkrankung, mit Stress oder Ängsten umgehen?

Dann melde dich gerne zu einem 1:1-Coaching. Ich freue mich, wenn ich dich dabei unterstützen darf.

❤️ Deine Susanne

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Was kann Coaching – und was nicht?

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Ich muss dir was erzählen.

Ich möchte dir unbedingt von einem meiner Coachings erzählen, um dir zu zeigen,

was Coaching kann…und was auch nicht.

(Die wahre Geschichte und den Namen) habe ich so verändert, dass keinesfalls Rückschlüsse auf meinen Coachee gezogen werden können)

Martina, 53J., kam zu mir mit einem Gesundheitsthema. Vielleicht sollte ich eher „Alterserscheinung“ sagen. Es ging um ein Problem, an dem in ihrem Alter tatsächlich viele leiden.

Sie war mit diesem Thema bereits bei zwei Ärzten gewesen, die ihr mitgeteilt hatten, dass man es nicht therapieren/ heilen könne. Diese Aussage wollte Martina absolut nicht akzeptieren und beschloss deshalb, diese beiden Ärzte nie mehr aufzusuchen.

Sie war außerdem bei verschiedenen alternativmedizinisch arbeitenden Personen gewesen, hatte ein spirituelles Coaching hinter sich, hatte im Rahmen von zwei eigenen Coaching-Ausbildungen sich selbst an dem Thema versucht und teilte mir gleich am Anfang mit, wohin sie nach unserem Coaching als nächstes gehen würde….

Okay.

Ich bin nicht nur Coach sondern auch Schulmedizinerin.

Mir war klar, dass auch ich daran scheitern würde, dieses Thema „wegzucoachen“.

Ich hatte aber schnell den Verdacht, dass es eigentlich um etwas ganz anderes ging. Der Kampf um diese „Erkrankung“ war ein Stellvertreterkrieg.

Als erstes sprachen wir über „Akzeptanz“

Es gibt Dinge, die können wir ändern und es gibt Dinge, da können wir uns auf den Kopf stellen…sie werden so bleiben, wie sie sind.

Die Frage ist dann, wie kommen wir damit klar?

Wollen wir aussichtslos dagegen kämpfen oder diese Energie lieber sparen?

Welche Emotionen lösen sie aus?

Wie gehen wir mit diesen Emotionen um?

Wieviel Stress machen sie uns?

Und wie sehr verschlimmern wir sie durch unsere konstante Aufmerksamkeit?

Akzeptanz fiel Martina an sich sehr schwer. Ihr Leitsatz war: „Geht nicht, gibt`s nicht.“ Bisher war „Aufgeben keine Option“.

Hier lohnt es sich, hinzuschauen, was der Coachee verlieren würde, wenn er das Problem nicht mehr hätte.

Wollte Martina wirklich eine Lösung? Warum hatte sie bereits die nächste Option nach unserem Coaching geplant?

Ging es wirklich um die Problemlösung oder um die Zuwendung?

Glaubte sie selbst an eine Lösung und vielmehr noch: war sie überhaupt bereit, das Problem loszulassen?

Martina versicherte, dass es ihr wichtig sei, das Thema zu lösen und dass sie bereit sei, sich ihm ganz zu stellen.

Frau, auf Sessel sitzend erklärt
Ich biete Coachings vor Ort in meiner Coaching-Lounge oder online via Zoom / Teams an.

Wir haben uns also auf die tiefere Suche gemacht.

Ihr Problem löste bei ihr ein Gefühl des Kontrollverlustes aus. Sie selbst sah sich dabei als Versagerin. Und ein bisschen später fühlte sie, dass es um Scham ging.

Es ist ganz typisch, dass hier zwei Schmerzen zusammenkommen (oft wird auch von zwei Pfeilen geredet):

Der erste Schmerz ist das Problem selbst. (das medizinische Problem)
Der zweite, viel größere Schmerz sind die Gedanken und Selbstbewertungen, die wir daraus ziehen. (die Selbstabwertung)

Sie selbst hatte mir zum Anfang des Gespräches bereits ein Erklärungs/Entstehungsmodell präsentiert, das sie sehr logisch fand. Wir sind im Laufe des Coachings nie mehr zu diesem Thema gekommen. Sprich: unsere „logischen“ Erklärungsmodelle können, müssen aber nicht die richtigen sein.

Als uns das jetzt empfundene Gefühl auf der Timeline in ihre Kindheit führte, erinnerte sie sich zuerst an ein Erlebnis mit ca. 14 Jahren, indem sie eine Mobbing-Erfahrung gemacht hatte. Da sie aber klar sagen konnte, dass sie das Schamgefühl zu dem Zeitpunkt bereits kannte, gingen wir weiter zurück, bis sie sich intensiv an eine Situation mit 6 Jahren erinnerte. Es war eine Situation mit starker Scham und dem Gefühl, am liebsten im Erdboden versinken zu wollen. Hier war sie sich sicher. Es war das erste Mal in ihrem Leben, dass sie genau diese Empfindung erlebt hatte.

Ich ließ sie, die damalige Situation nochmal erleben, sich so gut wie möglich daran erinnern und das Gefühl durchleben.

Sie ging durch die Scham durch. Um es erträglicher zu machen, ließ ich sie tappen (Überkreuzen der Hände vor der Brust, um abwechseln selbst auf linke und rechte Schulter klopfen zu können). Sie weinte, ihr Körpergefühl wechselte von Magenschmerzen zum Druck auf der Brust bis zu einem ekelhaften Kloßgefühl. Dann wurde es Schritt für Schritt besser. Zum Schluss fühlte sie sich erleichtert.

Aber es war noch nicht ganz gut. Ein kleiner dunkler Fleck war noch da.

Nochmals gingen wir auf die Suche und es führte sie zu einem weiteren Erlebnis, in dem Scham eine Rolle spielte. Dieses Mal konnte sie das Gefühl jedoch lange nicht mehr so intensiv aufrufen und fühlte sich schnell besser.

Ich bat sie, jetzt an ihr aktuelles Problem zu denken. Es fühlte sich für sie fast neutral an. „Ist halt so.“

Im Anschluss arbeiteten wir noch mit Ressourcen, um Martina noch mehr zu stärken und ihr Gefühl in der Ausgangssituation weiter zu verbessern.

Im Rahmen des Coachings gab es immer wieder den Anhalt dafür, dass das große dahinter stehende Thema der Wunsch nach Durchsetzung und Einfluss war (rotes Feld nach Motivkompass von Dirk Eilert, Gründer von EmTrace®). Dieses Feld kann durch die Ressource „Stolz“ gestärkt werden.

Martina fiel es leicht, sich an eine Situation zu erinnern, in der sie richtig stolz war. Es war ihr Marathonlauf. Sie konnte sich problemlos in das Gefühl hineinversetzen, das sie gespürt hatte, als sie durch die Ziellinie gelaufen war. Dieses Gefühl, das sie beschrieb, als würde sie schweben, verknüpften wir jetzt mit ihrer Ausgangssituation. Zudem bekam sie die Hausaufgabe, sich 28 Tage lang 2-3mal pro Tag in dieses Gefühl hineinzuversetzen.

Und nochmals fühlte sie sich in ihr Ausgangsthema hinein. Da war kein Gefühl der Scham mehr… und in diesem Moment war ihr das Problem auch egal.

Ich war nach diesem Coaching glücklich.

Es hat mir wieder so deutlich vor Augen geführt, wie viel unsere Haltung ausmacht… und auch wie sehr unsere Haltung durch unsere Erlebnisse und unsere Erziehung beeinflusst ist.

Das Tolle daran ist, wir können sie ändern. Wir können Situationen nicht ungeschehen machen und wir können auch die aktuelle Realität nur sehr begrenzt beeinflussen.

Wir können aber sehr wohl ändern, wie wir darüber denken und wie wir danach fühlen.

Wir können die Situation von der verknüpften Emotion lösen.

Im Prinzip ist das reine Biochemie, indem wir neue Nervenverbindungen in unserem Gehirn schaffen. Wir können beeinflussen, ob es uns auf Dauer mit einer erlebten Situation schlecht geht oder eben nicht.

Damit können wir tatsächlich auch unsere Gesundheit und Krankheiten beeinflussen.

Auch wenn es hier nur sehr wenig der Fall war, viele Krankheiten verschlechtern sich durch Stress…und den machen wir uns häufig selbst…und auch hier stecken oft ganz alte Muster dahinter… die uns keine Pause machen lassen, die uns davon abhalten Fürsorge zu betreiben, und so vieles mehr.

Ich habe mit Martina ca. 2 Wochen nach dem Coaching telefoniert. Ihr ging es sehr gut. Das ursprüngliche medizinische Problem war erwartungsgemäß unwesentlich besser. ABER es belastete sie nicht mehr. Es fiel ihr kaum noch auf. Der Schmerz war weg.

Möchtest du eine chronische Krankheit, einen chronischen Schmerz oder deinen Stress positiv beeinflussen?

Möchtest du das verändern, was du verändern kannst und das akzeptieren lernen, was sich nicht verändern lässt?

Möchtest du unterscheiden können, wann du akzeptieren und wann verändern kannst?

Dann lerne mich kennen und akzeptiere und verändere in einem intensiven 1:1-Coaching.

Mache deine Erkrankung zu deiner Freundin! Hör auf dagegen anzukämpfen!

❤️ Deine Susanne

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Verlassen Ärztinnen die Schulmedizin aus Angst?

Verlassen Ärztinnen die Schulmedizin aus Angst?

Ich habe mich in einem anderen Blogartikel bereits mit Ängsten bei Ärztinnen befasst. Hier möchte ich aber besonders auf einen Aspekt eingehen, der mir wirklich am Herzen liegt:

Verlassen Ärztinnen das System aus Angst?

 

 

Ärztinnen haben Angst. Alle. Punkt.

Vor neuen Aufgaben, vor Diensten, vor Vorgesetzen, vor Fehlern, vor Scham, vor Versagen, vor Kritik, vor zu viel Arbeit, vor Überforderung…

Ich selbst kann ein Lied davon singen.

Ängste gehören dazu. Zu unserem Job, zu unserem Leben. Wir werden nie alle Ängste loswerden. Und das ist auch gut so, denn

Angst schützt uns und Angst treibt uns an.

 

Ich habe in meiner Laufbahn immer wieder Kolleginnen erlebt, die sich schwerer taten mit ihren Ängsten. Es gab Diskussionen, warum sie so schnell Dienste machen mussten, sie baten häufig um Hilfe oder Unterstützung in speziellen Situationen, sie vermieden bestimmte Tätigkeiten, sie riefen im Dienst häufiger den Hintergrund als andere.

Im Großen und Ganzen waren es aber immer gewisse Phasen, die irgendwann vorbei waren. Und aus den meisten wurden tolle Ärztinnen, die inzwischen gern und souverän ihren Job machen.

Ich habe auch Kolleginnen erlebt, die aus der Anästhesie in – sagen wir – etwas weniger aufregende Fachbereiche gewechselt haben, weil sie mit den immer wieder aufkommenden Momenten des Thrills nicht zurechtkamen.

Auch mir selbst ist das Thema “Angst im Job” nicht fremd. Die ersten Dienste in einer neuen Abteilung waren genauso ein Herausforderung wie jede neu erlernte Tätigkeit.

Was mir tatsächlich erst vor kurzem bewusst geworden ist, ist die Tatsache, dass es nicht wenige Ärztinnen gibt, die aufgrund auftretender Ängste das medizinische System oder zumindest das schulmedizinische System verlassen.

Ärztinnen verlassen das schulmedizinische System aufgrund von Ängsten.

Bisher dachte ich immer, dass es darum geht, dass sie sich nicht mit dem Druck oder den Anforderungen des Gesundheitssystems anfreunden können, den Reglementierungen, den Folgen des Personalmangels u.s.w. entfliehen. Wer könnte es ihnen auch verübeln?

Mir war jedoch nicht bewusst, dass auch hier häufig unüberwindbare Ängste die Ursache sind oder zumindest eine große Rolle spielen.

Natürlich kann man jetzt sagen, dass eine neue berufliche Orientierung dafür eine Lösung ist. Ist es auch. Vielleicht kann man es sogar in höherem Sinne so werten, dass es aus einem guten Grund geschieht.

Wenn ich an die Kolleginnen denke, die sich irgendwann ihren Ängsten gestellt haben, dann darf uns vielleicht die Zeit leid tun, in denen sie sich unwohl gefühlt haben. Vielleicht darf ich mich als Kollegin auch fragen, ob ich besser hätte unterstützen können…darauf gehe ich aber noch ein. Letztlich sind diese Ärztinnen an den schwierigen Situationen gewachsen.

Worüber ich mir aber mehr Gedanken mache, sind die Kolleginnen, die ihren Ängsten entfliehen müssen, weil sie keine andere Option sehen.

Ich frage mich…wieviel Schmerz das macht. Wie groß ist die wahre Enttäuschung, wenn du einsehen musst, dass du den geplanten Weg nicht schaffst? Wie fühlst du dich? Kannst du drüberstehen oder ist es für dich ein Versagen?

Ist eine Flucht die Lösung?

Und dazu kommt die Frage, ob die Flucht wirklich die Lösung ist. Ängste gehen bekanntlich nicht weg, wenn man vor ihnen davonläuft. Kommen sie dann nicht an anderer Stelle in anderem Kontext wieder? Ist es nicht nur eine Verschiebung?

Und welche Kollateralschäden tauchen auf? Kommt es zu Neid oder Wut denen gegenüber, die den Weg weiter gegangen sind? Welches Selbstbild entsteht?

Das sind alles meine Gedanken dazu. Die Antworten kenne ich nicht.

Ich finde es schade. Für jede dieser Frauen, aber auch für das System. Hoch motivierte, gut ausgebildete, für die Schulmedizin brennende Ärztinnen gehen.

Nun kommt natürlich die Frage auf…was kann man tun?

 

Was können Kolleg*innen tun?

Als Kollegin kannst du den Raum bieten. Ängste werden bereits geringer, wenn sie ausgesprochen werden. Also sprich die Betroffene ruhig direkt darauf an. Biete Unterstützung, die Sicherheit gibt, ohne die Aufgabe abzunehmen. Im Zweifelsfall, ermutige sie, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Was kann das System tun?

Ich glaube, hier geht es vor allem um Verständnis. Wichtig ist ein vertrauensvolles Umfeld, ein gutes Fehlermanagement, ein offenes Ohr. Dazu kommen Strukturen, die Sicherheit schaffen. Klare Regelungen, gute Aus- und Weiterbildung und eine souveräne Führung. Was es nicht braucht, sind blöde Kommentare und Vergleiche mit den top-performern.

un, also schützendeUnd dann kommt natürlich zuletzt die Frage:

Was können die Ärztinnen selbst tun?…sofern sie es wollen.

Hier geht es vor allem darum, als erstes die Ängste anzunehmen. Es geht um die Akzeptanz der Angst, sie wahrzunehmen, sie zuzulassen und zu spüren. Es geht um die körperliche Empfindung, denn Ängste machen bekanntlich eine körperliche Reaktion.

Letztendlich handelt es sich auch hier um einen Stress-Zyklus, der begonnen wird. Und wie bei Stress an sich werden Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. In der Folge spüren wir das Herzklopfen,  Palpitationen, feuchte Hände und vielleicht die erhöhte Atemfrequenz.

Wir haben alle ein Körpergefühl in der Angst, auch wenn es vielleicht nicht jedem sofort bewusst ist, wo es steckt.

Oft haben wir diesen Kloß im Hals, ein Engegefühl oder Druck auf der Brust. Viele spüren die Angst auch in der Magengegend wie eine Faust im Magen oder eine Schwere im Bauch. Das sind alles Körpergefühle, die wir eher als unangenehm empfinden und lieber vermeiden würden. Um aber zu lernen, mit unseren Ängsten umzugehen, ist es sehr wichtig, diese Gefühle wirklich zuzulassen und sie auch mal auszuhalten, sie nicht zu verdrängen, sondern wirklich im Gefühl zu bleiben.

Um uns das Gefühl der Angst erträglicher zu machen, können wir verschiedene Techniken verwenden.

Ein Tool – das Optimalste schlechthin, weil es ist immer dabei ist – ist die Atmung. So banal sich das auch anhört, aber es ist enorm hilfreich, wenn du dich in den Momenten der Angst wirklich auf die Atmung konzentrierst. Dafür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten:

Du kannst Seven-Eleven machen, also auf 7 zählen beim Einatmen und auf 11 beim Ausatmen.

Du kannst “im Quadrat atmen“, also auf 4 zählen beim Einatmen, 4 Pause, 4 ausatmen, 4 Pause.

Du kannst die sogenannte Resonanzatmung nutzen: 5 Sekunden ein-, 5 Sekunden ausatmen. Bei dieser Form wird unser Vagusnerv besonders stimuliert.

Es gibt noch viele andere Techniken, um diesen Moment der Angst körperlich auszuhalten, ihn nicht wegzuschieben und nicht wegzurennen. Unterdrückst du sie, läufst du Gefahr, dass sie steckenbleibt und sich an anderer Stelle in anderer Form wieder zeigt.

Es gibt viele weitere Möglichkeiten, um mit der Angst besser umgehen zu können:

Allein das Aussprechen der Angst hilft bereits. Wenn du dir sagst: “Ich habe Angst vor diesen Dienst.”, sinkt der Stresspegel bereits.

Eine andere Möglichkeit ist, die Qualität des Gefühls zu ändern. Je nachdem mit welchen Sinnen (sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken) du hauptsächlich arbeitest, kannst du beobachten ob das Gefühl, das du wahrnimmst, zum Beispiel eine Farbe hat oder eine bestimmte Oberflächenbeschaffenheit.

Wie groß ist es?

Wie schwer?

Welche Farbe hat es?

Welche Temperatur?

Ist es glatt, trocken?

Du kannst es gedanklich mal aus deinem Körper herausholen, in deine Hand legen und dir genau anschauen, wie es aussieht.

Dann kannst du die Beschaffenheit verändern:

Du kannst es kleiner machen oder grösser, leichter oder schwerer, die Farbe ändern, die Temperatur. Vielleicht hat es sich vorher bewegt, dann bringst du es jetzt zur Ruhe, vielleicht war es vorher sehr ruhig und du lässt es jetzt hüpfen. Vielleicht änderst du seine Melodie… Je mehr du es veränderst, desto mehr wirst du merken, wie sich auch dein Körpergefühl verändert.

Zum Schluss kannst du es wieder in dich hineinsetzen und nachspüren, was passiert ist. Es ist erstaunlich, wieviel diese Methode helfen kann.

Wie du siehst, gibt es viele Möglichkeiten, um die Momente der akuten Angst etwas abzuschwächen und sie erträglicher zu machen.

Es wird immer Ängste geben.

Wir können die Ängste allerdings so beeinflussen, dass sie uns nicht mehr blockieren. Wir können aus dysfunktionalen Ängsten, also überschießenden Ängsten, die sich uns wie Steine oder Mauern in den Weg stellen, funktionale Ängste, also schützende Ängste, machen.

In manchen Dingen gelingt uns das recht einfach, indem wir sie -wie gesagt- nur wahrnehmen und beobachten. Manchmal stecken hinter unseren Ängsten aber auch ganz alte Ängste, die quasi in unserem Gehirn gebahnt sind aufgrund von Erfahrungen in unserer Kindheit. Manchmal sind es auch gar nicht unsere Ängste, manchmal sind es die Ängste zum Beispiel unserer Eltern, die wir als Kind beobachtet und durch unsere Spiegelneuronen selbst miterlebt haben. Wir haben sie abgespeichert, als hätten wir sie selbst erlebt. Wenn wir nun Erlebnisse haben, die uns an ähnliche Situationen erinnern, kann es sein, dass wir die Angst von damals fühlen. Und so ist es manchmal gar nicht so einfach zu verstehen, woher diese große Angst plötzlich kommt, die der aktuellen Situation vielleicht gar nicht angemessen ist.

Oft stecken hinter unseren Ängsten auch wieder andere Ängste. Oft geht es steckt hinter der Angst um Scham oder um die Angst vor Ablehnung, die Angst zu versagen, Fehler zu machen… Hier lohnt es sich meist, genauer hinzuschauen und zu hinterfragen, woher diese Emotionen kommen.

Ängste haben immer auch etwas mit deiner Resilienz zu tun.

Geht es dir insgesamt gut, kannst du viel mehr aushalten. Dann kannst du vielleicht eine Angst auch mal weglächeln oder du hast die Kraft ,sie auszuhalten.

Bist du hingegen sowieso schon am Limit deiner Kapazitäten, hast du keine Energie mehr, um dich dagegen zu stellen. Ein ganz wichtiger Punkt ist demnach, dass du auf dein Wohlbefinden achtest – Stichwort Selbstfürsorge – und deine Resilienz stärkst.

Sorge für ein Gefühl von Sicherheit und Entspannung!

Mental kannst du Ängsten entgegenwirken, indem du immer wieder für Sicherheit und Entspannung sorgst – und zwar gedanklich. Das geht zum Beispiel, indem du dich an Situationen aktiv erinnerst, in denen du dich sicher und entspannt gefühlt hast. Ich denke, solche Situationen wird es in deiner Vergangenheit geben. Hier geht es darum, daraus eine Gewohnheit zu machen, dich sicher zu fühlen. Das heißt, du versetzt dich immer wieder in diesen Zustand der Erinnerung. Nimm die Situation mit möglichst vielen Sinnen wahr! Vielleicht siehst du Bilder, vielleicht hörst du Töne. Und wahrscheinlich gibt es ein Körpergefühl dazu. Wichtig ist, dass du es regelmäßig (z.B. dreimal am Tag über 4 Wochen) machst, um in deinem Gehirn die Verschaltungen zu bahnen, die für Sicherheit sorgen und eben nicht die, die Angst generieren.

Wie du siehst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um den Ängsten tatsächlich den Kampf anzusagen. Wobei – wir wollen eigentlich nicht gegen sie kämpfen, sondern sie in den Arm nehmen und sie zu unserem Begleiter machen, zu einem erträglichen Alltagsbegleiter.

Die Mauern, die uns die Angst baut, können eingerissen werden.

Mir ist so wichtig, dass du als Ärztin das findest, was dir Freude macht. Ich wünsche mir, dass du das lebst, was dir Spaß macht. Ich denke, du hast Vorstellungen und Visionen gehabt, als du begonnen hast, Medizin zu studieren. Ich möchte so gerne vermeiden, dass diese Visionen durch die Angst verdeckt werden und du ihretwegen davon abrückst.

Wir brauchen diese Ärztinnen, die für ihren Job brennen, die glücklich sind, die Freude haben, die wirklich das Arztsein lieben. Darum würde ich mir wünschen dass du es schaffst, die Freundin deiner Ängste zu werden oder die Ängste zu deiner Freundin werden zu lassen.

 

Merkst du, dass dir deine Angst im Weg steht und du Unterstützung brauchst?

Dann melde dich gerne zu einem 1:1-Coaching.

Sei die Ärztin, die du immer sein wolltest!

❤️ Deine Susanne

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Angst im Job - ein Hindernis für Ärztinnen?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Coaching und Psychotherapie?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Coaching und Psychotherapie?

Wann ist wer der richtige Ansprechpartner?

Ganz schön verwirrend, das gebe ich zu.

Es liegt daran, dass es Gemeinsamkeiten und Überschneidungen gibt. Manche Therapeuten bieten auch Coachings an. Bei denen, die Unterstützung suchen, ist manchmal gar nicht so ganz klar ist, was sie jetzt wirklich brauchen.

 

Ganz grob gesagt:

Coaching richtet sich an „gesunde“, Psychotherapie an „kranke“ Menschen.

Aber macht`s das wirklich klarer? Wo hört Gesundheit auf und wo fängt Krankheit an?

Vielleicht fange ich erst mal mit den Gemeinsamkeiten an:

Psychotherapeuten und Coaches nutzen oft ähnliche Methoden. Viele Coaching-Tools – je nach Thematik – stammen ursprünglich aus der Therapie, v.a. der Verhaltenstherapie, oder haben zumindest den gleichen Ursprung. Und selbst wenn Methoden genutzt werden, bei denen du es vielleicht nicht erwartest, – sei es beispielsweise auf spiritueller Ebene, kannst du bei genauem Hinschauen auch wieder Überschneidungen erkennen.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu neurobiologischen Vorgängen und auch zur Epigenetik und eine dadurch bedingte Anpassung der Methoden, finden sowohl Eingang in bestimmte Coaching- als auch Therapiebereiche.

Und so verwundert es wahrscheinlich nicht, dass manche Therapeuten mit ihrem Wissen auch als Coaches bzw. im Coaching-Setting auf Selbstzahlerbasis arbeiten. Das kann mehrere Gründe haben:

  • das Klientel wählen zu können,
  • sich nicht an die Reglementierungen der kassenärztlichen Vereinigung halten zu müssen,
  • vom Coaching überzeugter zu sein,
  • selbst die genutzten Methoden frei wählen zu können
  • und nicht zuletzt, besser zu verdienen.

Die Unterschiede während des Coachings bzw. der Behandlung sind also manchmal gar nicht so eindeutig.

Beide Formen können sich durchaus ergänzen und können kombiniert werden.

Wie ich schon geschrieben habe: Coaching dient dem „Gesunden“ und das in vielen unterschiedlichen Kontexten: Sport, Beruf, Business, Lifestyle, Selbstfindung, Partnerschaft, Familie/Kinder, Trauerarbeit, Finanzen, Gesundheit, Leistungssteigerung u.v.m.

In der Regel initiiert der Klient das Coaching selbst und zahlt auch selbst. Manchmal wird es auch durch Dritte, z.B. den Arbeitgeber, den Verein, das Arbeitsamt oder andere übernommen.

Ein Coaching soll seinen Klienten darin unterstützen, eigene Ressourcen zu aktivieren und sich von blockierenden Überzeugungen und Konditionierungen zu lösen.

Im besten Fall ent-wickelt sich der Klient, erkennt seine eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten und lernt, ihnen zu vertrauen. Um das alles erreichen zu können, benötigt es eine ganz wichtige Grundvoraussetzung: die Selbstwirksamkeit.

Nur… irgendwie gilt das auch wieder für einen Patienten in Therapie, oder?!?

 

Frau am Schreibtisch mit Computer, schaut in die Kamera
Ich bin Ärztin und Coach, keine Psychotherapeutin. Ich lasse meine ärztliche Erfahrung mit in das Coaching einfließen, führe jedoch keine medizinischen Maßnahmen, auch keine Diagnosestellung durch.
Das Ergebnis ist also ähnlich, die Ausgangslage aber eine andere:

Eine Psychotherapie dient der Behandlung psychischer Erkrankungen.

Psychotherapie richtet sich demnach – wie schon erwähnt- an „kranke“ Menschen.

Rechtlich gesehen bedarf es in Deutschland der „Zulassung zur Ausübung der Heilkunde“, um eine Diagnose zu stellen, eine Therapie durchzuführen und ein psychologisches Leiden zu heilen.

Nur hier ist der Übergang manchmal fließend. Wann reicht ein Coaching bei Niedergeschlagenheit und wann muss eine Depression professionell behandelt werden?

Die Entscheidung richtet sich als erstes nach dem Leidensdruck des Patienten/Klienten:

Sucht er wegen psychologischer Erkrankung einen Psychotherapeuten auf, kann dieser eine Diagnose stellen und -wenn notwendig und erwünscht- eine Behandlung einleiten. Diese wird dann in der Regel auch von den Krankenkassen übernommen.

Geht diese Person zu einem Coach, sollte dieser das entsprechende Feingefühl haben, seine Grenzen kennen und den Klienten im Zweifelsfall an einen Therapeuten weiter verweisen.

Leider gibt es da aber noch ein Problem:

Für Therapieplätze besteht teilweise eine monatelange Wartezeit, von einer Akuttherapie, die innerhalb von 2 Wochen gewährleistet ist, abgesehen.

Einen Coach zu finden, gestaltet sich deutlich einfacher.

Aber was ist denn nun der Unterschied zwischen Coach und Therapeut?

Coaching bzw. Coach sind keine geschützten Begriffe, demnach gibt es keinerlei Vorgaben zur Ausbildung. Salopp gesagt: Coachen kann theoretisch jeder…also so tun als ob.

Der Begriff „Psychotherapeut“ hingegen ist geschützt, so nennen dürfen sich psychotherapeutisch tätige Ärzte und Psychologen mit einer auf dem Studium aufbauenden Weiterbildung in Psychotherapie. In Deutschland ist die Voraussetzung die Erlangung der Approbation im Sinne des Psychotherapeutengesetzes bzw. der Approbationsordnung für Ärzte.

Einfach gesagt: du musst dafür Medizin oder Psychologie studieren und dann noch eine mehrjährige Weiterbildung hinter dich bringen.

Im Gegensatz zur Berufsbezeichnung „Psychotherapeut ist der Begriff „Psychotherapie“ in Deutschland nicht geschützt. Daher dürfen auch andere Personen als Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten Psychotherapie anbieten, und zwar Heilpraktiker oder Heilpraktiker für Psychotherapie. In dem Fall zahlt dann nicht die Krankenversicherung, sondern du selbst.

 

Ich biete Coachings vor Ort – hier in meiner Coaching Lounge in Malterdingen bei Freiburg – oder online an.
Kurz zusammengefasst:

Coaching darf jeder, Psychotherapie als Kassenleistung nur Ärzte und approbierte Psychologen, außerdem Heilpraktiker auf Selbstzahlerbasis.

Nochmals zurück zu den Kosten.

Wie erwähnt, die Therapie durch Psychotherapeuten wird meist von der Krankenkasse gezahlt. Das hat Vor- und Nachteile. Natürlich spart man viel Geld. Allerdings kann es schwierig werden, wenn du eine neue Lebensversicherung, eine private Zusatzversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und ähnliches abschließen möchtest. Die Versicherer mögen psychische Diagnosen (naja, genaugenommen nicht nur psychische) überhaupt nicht und schließen dich oder zumindest deine Erkrankung aus. Auch eine Verbeamtung kann – muss aber nicht – erschwert werden.

Versteh`mich bitte nicht falsch!

Das soll auf keinen Fall bedeuten, dass du deshalb eine psychische Erkrankung nicht therapeutisch behandeln lassen sollst. Es kann jedoch in Grenzfällen, also bei eher mäßigen Schwierigkeiten, vielleicht eine Überlegung wert sein, in dem Fall lieber zu einem Coach zu gehen und selbst zu zahlen.

Stundensätze beim Coaching haben eine Vielfalt wie Sand am Meer. Es gibt keine Vorgaben. Angebot und Nachfrage regeln die Preise, nicht immer die Qualität. So kann es durchaus im zweistelligen Bereich beginnen und schwindelnde Höhen im 5 (6?) -stelligen Bereich annehmen.

Was es dir wert ist, entscheidest du, wieviel DU dir wert bist, allerdings auch.

Ich habe schon erwähnt, dass es viele unterschiedliche Bereiche gibt, in denen Coaching stattfindet (z.B. Sport, Business, Lifestyle). Häufig unterscheidet sich der Bereich aber eher im Preis als im Inhalt. In allen Bereichen gibt es vielfältige Herangehensweisen:

systemisch (mit Blick nicht nur auf die Person sondern auch auf das Umfeld), spirituell, NLP, (neurolinguistisches Programmieren), Hypnose, Embodiment, mindful self compassion, provokativ, energetisch und viele mehr.

Auch die Psychotherapie arbeitet mit unterschiedlichen Verfahren, z.B. der analytischen Psychotherapie, der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, der Verhaltenstherapie und der systemischen Psychotherapie. Zusätzlich kommen Autogenes Training, EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing), Progressive Muskelentspannung, Hypnose und andere Techniken zu Anwendung.

Wie schon weiter oben erwähnt, gibt es zahlreiche Überschneidungen zwischen den Formen der Psychotherapie und Coachingmethoden.

Worin sich Coaching und Psychotherapie deutlich unterscheiden können, ist die Zeitdauer, über die therapiert oder gecoacht wird.

Eine Psychotherapie ist in der Regel immer auf einen längeren Zeitraum (Monate) angelegt. Eine Kurzzeittherapie beinhaltet 24x50min., eine Langzeitbehandlung 60x 50min. oder länger.

Coachingssessions können einmalig oder auch wiederholt stattfinden. Meiner Erfahrung nach dient ein Einzelcoaching der Lösung einer klar umrissenen Herausforderung. Geht es um umfangreichere Themen, dauert es auch hier länger, zumal sich unter einer abgelösten Zwiebelschale gerne eine andere versteckt.

Gerne wird vermittelt, dass Coaching wirkungsvoller ist. Das mag abhängig von Coach, Therapeut, Klient und vor allem von dem zugrunde liegendem Thema auch manchmal so sein.

Was aber gerne bei dieser Aussage vergessen wird: es ist und bleibt durchschnittlich ein anderes Gut an behandelten Menschen.

Die Behandlung einer neurotischen Störung und das Coaching einer Prüfungsangst zu vergleichen, hinkt.

Gerne kommen auch bereits therapierte Patienten später zu einem Coach. Die Zeit, die vorher vielleicht zur Stabilisierung einer schweren Depression notwendig war und in der der Patient keinerlei Fähigkeit zur Selbstwirksamkeit hatte (demnach einem Coaching auch nicht zugänglich gewesen wäre), wird gerne vergessen, wenn der Coach später gute Effekte erzielt.

Eine Psychotherapie ist prinzipiell auf einen längeren Zeitraum angelegt. Dies ist auch historisch bedingt. Immerhin ist zwischenzeitlich auch eine Kurzzeittherapie möglich.

Der aktuell noch große Vorteil vom Coaching: es ist gesellschaftlich deutlich anerkannter als die Psychotherapie.

Für die meisten klingt es wesentlich schicker, wegen Burnout zum Coach zu gehen als wegen Depression in Therapie zu sein. Psychologen, Psychiater, Psychotherapeuten werden leider immer noch häufig als Seelenklempner für Bekloppte, Versager und Schwächlinge angesehen…

Auf welchem hohen Ross wir doch sitzen!

Wer ganz in seiner Mitte steht, Inspiration, Leichtigkeit, Einfluss und Durchsetzung genauso wir Sicherheit, Entspannung, Harmonie und Geborgenheit spürt und sein Leben danach lebt, der werfe den ersten Stein. 😉

Alles nochmals ganz kurz zusammengefasst:

je psychisch kränker desto Therapie

Ich hoffe, ich konnte dir mit dieser Zusammenstellung weiterhelfen. Gerne kannst du über eigene Erfahrungen berichten, wobei ich dich bitten möchte, respektvoll und wertschätzend zu bleiben.

Ich danke dir. 🙏🏻

Falls noch Fragen offengeblieben sind, stell sie gerne, und ich werde versuchen, sie so gut wie möglich zu beantworten.

 

Suchst du Unterstützung – als Ärztin, als Frau ? Dann melde dich gerne zu einem 1:1-Coaching. Sei die Frau, die Ärztin, die du immer sein wolltest! ❤️ Deine Susanne
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Mein Lebensweg zum Coach für Ärztinnen und Gesundheit

Mein Lebensweg zum Coach für Ärztinnen und Gesundheit

Wie ich wurde, was ich bin.

Das ergibt natürlich die Frage, was ich bin. Es steht oben in der Überschrift, nur leider klingt es immer etwas sperrig. Besser gefällt mir:

Ich bin die “Queen of healthy balance“.

Sicher fragst du dich, was das bedeutet. Ganz einfach, mir geht es um Gesundheit durch eine Balance der Dinge:

Akzeptanz und Veränderung, Vernunft und Unsinn, Ernst und Spass, Geben und Nehmen, Selbstfürsorge und Fürsorge, Annehmen und Selbstwirksamkeit, Solidarität und Freiheit, Harmonie und Durchsetzung, Struktur und Kreativität, ich und du, weiblich und männlich. Arzt und Patient, alte Geschichte und JETZT.

Diesen Job mache ich – genau wie meine ärztliche Tätigkeit mit Leidenschaft. Und wie bei fast allem in unserem Leben, hat auch mich mein Lebensweg dazu gebracht…Als Kind wollte ich noch Tierärztin werden…

Möchtest du mehr darüber wissen?

  1.  Januar 1974, Freiburg: Ich erblicke das Licht der Welt – als Schlumpf. Meine ersten Lebensminuten beginnen nicht ganz unproblematisch. Blau gefärbt bin ich durch Sauerstoffmangel, und vielleicht prägt mich das blaue Licht des Rettungswagens, der mich Richtung Kinderklinik transportiert… Wer weiß, ob nicht hier schon die Weichen für die Medizin gestellt wurden?!?
Baby im Taufkleid

Mit 6 Wochen wurde ich im Familien-Taufkleid getauft. Später hätte ich nicht mehr hineingepasst.

2.  Anfang der 80er, tiefstes Oberschwaben: Ein Unfall und OP-Licht fesseln mich. Autofahrten als Einzelkind auf dem Rücksitz sind an sich gähnend langweilig. Aber zwei Dinge ziehen meine volle Aufmerksamkeit auf sich: ein Verkehrsunfall mit einem Rettungswagen und ein Licht im OP des Kreiskrankenhauses, das von der Straße aus gesehen werden kann. In meiner Phantasie passieren da die tollsten Sachen…und meine Eltern haben für die nächsten Stunden Unterhaltung.

3.  80er, Altheim bei Riedlingen: Lehrerin werde ich bestimmt nicht. So viel ist für mich als Kind zweier Lehrer sehr schnell klar. Was ich aber anscheinend übernehme, ist die Fürsorge, die mir von meinen Eltern beruflich und privat vorgelebt wird.

4.  1990, Riedlingen an der Donau: Ein “Erste Hilfe“-Kurs bahnt meinen Weg. Hier fängt mein Herz an, für die Medizin zu schlagen… und für den Rettungsdienst. Ich bekomme das Angebot, als Praktikantin im Rettungswagen mitzufahren. Das Feuer ist entfacht…auch wenn die Umsetzung erst zwei Jahre später stattfindet. Dafür aber dann voll und ganz.

Junge Rettungssanitäterin im Rettungswagen beatmet mit Betamungsbeutel liegenden Patienten

Als Studentin arbeite ich als Rettungssanitäterin, unter anderem auf der Norseeinsel Langeoog.

5.  1993, Philipps-Universität Marburg a.d. Lahn: Ich beneide Medizinstudenten. Auf Anraten des Arbeitsamtes studiere ich wegen der bestehenden Ärzteschwemme (1993 !!!) nicht Medizin sondern Humanbiologie. Das Fach ist nicht uninteressant, meine Kommilitoninnen werden zu tollen Freundinnen… und trotzdem leide ich jedes Mal, wenn ich die angehenden Ärztinnen treffe. Nach einem Jahr befolge ich den Rat eines guten Freundes: “Hör endlich auf zu jammern und wechsle in die Medizin.”

Frau am Mikroskop

Mikroskopieren in Biologie? Histologie? im Humanbiologiestudium.

6.  Irgendwann in den 90ern, Marburg: “Wenn der Patient Kopfschmerzen hat, bekomme ich auch Kopfschmerzen.” Psychologen und Psychosomatiker finde ich im Medizinstudium noch etwas spooky, die Psychologie an sich aber enorm spannend.  Leider sind psychologische Interventionen nie wirklich Teil meines Studiums… Wozu sollte man als Arzt auch die Psyche des Menschen miteinbeziehen? 😉

Studentin alleine im Hörsaal sitzend

Ich als Studentin im Stufenhörsaal in Marburg.

7.  2001, Kantonsspital Münsterlingen in der Schweiz: Ich möchte auch Mutti der Abteilung werden. Als ich meine erste Stelle in der Anästhesie antrete, verlässt eine Kollegin gerade die Abteilung. Sie wird großartig verabschiedet, da sie für alle Kolleg*innen durch ihre Fürsorge und Hilfsbereitschaft zur “Mutti der Abteilung” erkoren wurde. Ich weiß, genau das möchte ich später auch mal werden.

junge Ärztin in weissem Kasak

8 Monate bin ich in der Inneren Medizin (als Fremdjahr für den Facharzt für Anästhesie geplant) im Kantonsspital Münsterlingen bis zur Geburt meines Sohnes.

8.  Anfang 2007, Ortenau-Klinikum Lahr-Ettenheim im Schwarzwald: Ich bin die “Hobbyanästhesistin”. Inzwischen bin ich Mama (erst von einem, später von zwei Kindern) und arbeite in Teilzeit. Ich werde mit allen Schwierigkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Kind und Karriere konfrontiert. Zeitgleich gewinne ich genau damit ein Feuerwerk an Erkenntnissen: Was will ich selbst, wie selbstBEWUSST bin ich? Und wie schaffe ich es, durch Kreativität und konstruktives Handeln, meinen Herzensweg und meine Ziele zu erreichen?

Ärztin in der OP-Umkleide in OP-Kleidung

OP-Umkleide im Klinikum Lahr.

9.  2005-2009, Emmendingen: Ich tue alles für ein zweites Kind. Als Einzelkind, das sein Einzelkinddasein gehasst hat, ist mir klar: Mein Sohn braucht Geschwister. Nur leider lassen sich meine Fortpflanzungsorgane nur mit viel Mühe, Zeit, Geld, Schmerz und invasiven Maßnahmen davon überzeugen. Erst später wird mir klar, welche große Rolle wahrscheinlich meine Geschichte, meine Erfahrungen, meine Prägungen und das verdrängte Thema Weiblichkeit – also ganz banal mein Hirn – dabei gespielt hat.

10.  ab 2010, Lahr: Ich bin angekommen. Wovor ich vorher so sehr Angst hatte, wird jetzt meine Leidenschaft: die Intensivmedizin. Hier werde ich auf allen Ebenen gefordert: manuell, fachlich, in schnellem souveränen Handeln und in der Begleitung von Menschen. Hier erlebe ich, dass Medizin nicht nur “tun” sondern auch “sein” bedeutet, und ich werde immer wieder mit dem Sterben konfrontiert. Gute Medizin bedeutet auch irgendwann, der Natur ihren Lauf zu lassen – frei vom eigenen Streben nach Erfolg.

Ärztin im Büro, hinter ihr Computermonitore und ein Regal mit Aktenordnern

Arztzimmer der chirurgischen (anästhesiologischen) Intensivstation in Lahr. Die Akut-Intensivstation ist lange mein absoluter Lieblingsarbeitsplatz.

11.  Ca. 2011, Lahr: Ich werde auch beruflich zur Löwenmama. Mein Herz schlägt für das Team. Ein Kollege und ich sind Assistentensprecher und gemeinsam bewegen wir, verändern, verbinden. Noch heute schaue ich nostalgisch auf die Zeit mit einem Team, das zueinander steht und dem System trotzt, zurück. Gemeinsam ist viel mehr möglich. Und bei meiner Verabschiedung aus der Abteilung werde ich von meinem Chef “Mutter der Abteilung” genannt.

12.  November 2016, Mentalcoaching-Akademie Bad Tölz: Wie kommuniziere ich besser? Auf der Suche nach einer Antwort in Form einer Weiterbildung stoße ich auf NLP (neurolinguistisches Programmieren), sozusagen einem psychologischen Werkzeugkoffer. Was am Anfang nur für meine Patienten gedacht ist, entfacht ein neues Feuer in mir. Hier geht es nicht nur um Kommunikation. Hier geht es um Ent-Wicklung, um mich, um meine Hürden, meine Steine im Weg und meine Ziele. Die ersten Schritte Richtung Coaching sind gegangen.

Frau vor einer Wellblechwand auf der "is Happiness" steht

Dieses Bild ist bei meiner NLP-Ausbildung in Bad Tölz entstanden.

13.  Mai 2017, BDH-Klinik Elzach: Ich bin Oberärztin. Da die Akut-Intensivmedizin leider ein Nadelöhr mit zu vielen Interessenten ist, muss ich das Haus wechseln, um weiterhin meiner Leidenschaft frönen zu können. Als Oberärztin leite ich eine Beatmungs-Intensivstation einer neurologischen Rehaklinik. Hier geht es um Führen, Ausbilden, Verändern, Entwickeln, aber auch um die Einsicht, dass viele meiner kreativen Ideen und Ansprüche ihre Grenzen haben. Zum ersten Mal muss ich lernen, Gegenwind stand zu halten.

Gesicht einer Frau

Mein Internet-Profil-Bild während meiner Zeit als Oberärztin in der BDH-Klinik Elzach.

14.  Mai 2018, Malterdingen: Ich trenne mich von meinem Mann. Es kommt eine Zeit, die dominiert ist von Unsicherheit, vielen Schuldgefühlen, Überforderung, Ängsten, aber auch meiner eigenen Entwicklung. Mir wird klar, dass sich Beruf und Privatleben nicht immer trennen lassen – vor allem nicht, wenn durch eine Seite die Resilienz komplett flöten geht. Zum ersten Mal erlebe ich die komplette Erschöpfung und mit ihr eine Vielfalt an körperlichen Symptomen.

15.  2018, Malterdingen: Mein Partner, mein Leuchtturm beginnt mit mir die gemeinsame Reise. Genauso Arzt wie ich, teilt er nicht nur die medizinische Leidenschaft, sondern auch meine neuen Visionen. Er wird zum Ideen- und Ratgeber, Unterstützer, Kritiker und lässt mir Raum für all meine Kreativität und Spinnereien. Ohne ihn wären all meine weiteren Schritte und der Mut in die spätere Selbstständigkeit undenkbar.

Henner und ich beim Zaz-Konzert in Mannheim.

16.  Juni 2020, Elzach: Time to say Goobye. Eine Vielzahl an Ereignissen inkl. Corona lässt in mir den Entschluss reifen, die Reha-Klinik zu verlassen. Aus dem Plan, auf einer Coronaintensiv zu arbeiten (die nach Abbeben der ersten Welle wieder geschlossen wird), wird ein Sabbatical, aus dem Plan in einer Arztpraxis zu arbeiten, werden die Erziehung zweier Hundewelpen, der Beginn meiner Selbstständigkeit als Coach sowie ein anspruchsvolles Homeschooling.

17.  Herbst 2020, Denys Scharnweber Akademie: Ich lerne die Spiritualität kennen. Ich beginne eine weitere Coaching-Ausbildung und komme als klassische Medizinerin zum ersten Mal in Berührung mit Spiritualität und Energietechniken – ein Dilemma. Schritt für Schritt kann ich mich öffnen, ausprobieren und neue Erfahrungen sammeln, bleibe aber spirituelles Bodenpersonal. Aus einem Spagat ist inzwischen eine Erweiterung des Horizontes geworden…allerdings nicht ohne Skepsis.

18.  August 2021, Malterdingen: Ich liebe es, Menschen auf eine neue Art zu helfen. Mit mehreren Ausbildungen (unter anderem EmTrace®)und vielen Büchern entwickle ich mich weiter und baue meine Coaching-Tätigkeit aus. Aus dem anfänglichen Schwerpunkt des Kinderwunsch-Coachings ist jetzt “Gesundheit” durch Balance mein Hauptthema geworden: psychische und physische Gesundheit von Frauen und Ärztinnen. Meine Vision sind gesunde, resiliente und zufriedene Frauen, die ihren Herzensweg gehen und ein Gesundheitssystem, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Dazu bedarf es Ärztinnen, die selbst gesund, selbst  BEWUSST und führungsstark sind. Für mich ist dabei wichtig, dass Frauen nicht nur ihre eigenen Stolpersteine erkennen und angehen, sondern dass sie sich trauen, ihre weiblichen Qualitäten zu leben.

Frau mit Luftballon in der Hand

Bei der Eröffnung meiner Coaching-Lounge.

19.  Heute arbeite ich als Coach für Ärztinnen und Gesundheit, als Queen of healthy balance.

Ich unterstütze vor allem Ärztinnen und Frauen, in ihre Balance zu kommen, Frauen, die gestresst, betrübt, krank, hoffnungslos sind oder unter Ängsten leiden. Ich mache diesen Job mit der gleichen Leidenschaft, mit der ich früher in der Klinik Intensivmedizin gemacht habe und jetzt noch gelegentlich als Notärztin arbeite.

Dafür bin ich da:
Andere in ihre Balance zu bringen.

 

Frau auf Sessel sitzend in Unterhaltung

Ich coache in meiner Lounge und online.

Suchst du Unterstützung – als Ärztin, als Frau ? Dann melde dich gerne zu einem 1:1-Coaching. Sei die Frau, die Ärztin, die du immer sein wolltest! ❤️ Deine Susanne
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