Unerfüllter Kinderwunsch – was könnt ihr wirklich tun?

Ich kann so gut verstehen, dass ihr euch nichts sehnlichster wünscht als schwanger zu sein und später euer gesundes Baby im Arm zu halten. Ich wünsche jeder von euch von Herzen, dass sich der Traum für sie erfüllt.

Bei meinen Coachingklientinnen sehe ich regelmäßig den Druck, den dieser Wunsch aufbaut. Kaum ist ein Zyklus erfolglos gewesen, wird die nächste Therapie geplant oder gestartet. Es werden Antworten auf Fragen gesucht.
Ihr steckt im Gefühl des absoluten Kontrollverlusts und versucht dieses durch Optimierung äußerer Umstände (Laborwerte, Nahrungsergänzungsmittel etc.) zu verbessern.
Ihr denkt, dass mehr Leistung mehr Erfolg bringt.
Ich erinnere mich selbst gut daran, wie ich immer wieder recherchiert habe, was ich noch besser machen könnte, was ICH tun kann.

Und zeitgleich überseht ihr – genau wie ich damals -, dass genau dieser Druck immer größer wird, dass er zu Stress wird und genau dieser Stress eher vom Traum weg anstatt dorthin führt.

Wir wissen von vielen anderen Bereichen, wie sehr Körper und Geist zusammenhängen. Sie kommunizieren ständig miteinander. Jedem eurer Gedanken folgt eine biochemische Reaktion in eurem Körper. Und wie einfach kann man das erkennen, wenn man sich in das Gefühl der Angst hineinversetzt. Vermittelt durch Adrenalin (und natürlich noch vielen anderen Mechanismen) spürt ihr euren schnellen Herzschlag, die schneller werdende Atmung, vielleicht die Magenschmerzen….

Wir schütten bei Stress unter anderem Cortison aus, gleichzeitig wissen wir, wie viele Nebenwirkungen eine Cortisontherapie mit sich bringt.
Und wir wissen, dass Hormone – gerade im Bereich der Fortpflanzung – eine extrem ausgeklügelte Balance brauchen, damit alles reibungslos funktioniert. Vielleicht habt ihr auch schon einmal bemerkt, wie sich euer Zyklus unter großem Stress verändert.

Leider kann euch kein Mensch der Welt garantieren, dass ihr sicher schwanger werdet. In diesem so komplexen System kann es zu Störungen kommen, die wir (immer noch) nicht kennen oder einfach nicht beheben können, so sehr man sich bemüht.
Auch ein Coach darf euch niemals so etwas versprechen. Und wenn er es doch tut, lauft weg!

Aber was könnt ihr dennoch tun, um die Chancen zu erhöhen?
Ihr könnt euch Ziele stecken, die euch helfen, euch in den Zustand eurer höchsten Fruchtbarkeit zu bringen.
Ihr könnt euren Körper und eure Psyche optimal auf eine Schwangerschaft vorbereiten.
Und nicht nur das. Es geht ja nicht nur darum, schwanger zu werden, sondern auch darum, schwanger zu bleiben, damit der Traum tatsächlich in Erfüllung geht.

Was denkt ihr?
Was braucht euer Körper, was braucht euer Kopf, um die besten Bedingungen zu schaffen?
Was glaubt ihr, wie ihr am fruchtbarsten werden könnt?
(Das gleiche gilt übrigens auch für eure Männer)
Was braucht ihr, damit Geist und Körper optimale Bedingungen haben?

Hieraus könnt ihr eure Ziele definieren und das Unterbewusstsein mit ins Boot holen.
Ihr kennt das Unterbewusstsein: euer Bauchgefühl. Und vielleicht ist euch dann auch klar, welchen Einfluss es auf euch hat. Viele Entscheidungen trefft ihr mit dem Unterbewusstsein, ohne dass ihr es merkt. Ihr könnt es für euch nutzen, wenn ihr es richtig einsetzt. Macht das Ergebnis klar und vieles läuft Schritt für Schritt von ganz alleine.

Ich gebe euch ein Beispiel:
Wenn euer Unterbewusstsein auf „schnell schwanger“ programmiert ist, wird es euch in jeder Hinsicht unterstützen, jegliche Möglichkeit für „schnell“ zu finden und auszuleben. Es wird versuchen, euch bei der Stange zu halten, Schwäche und Erschöpfung zu ignorieren, um nach einer Enttäuschung gleich weiter zu machen.

Arbeit euer Unterbewusstsein aber auf das Ziel hin, “entspannt und gelassen, gesund und in einem guten Zustand zu sein, um die beste Möglichkeit zu schaffen, schwanger zu werden”, wird es euch aufzeigen, wann ihr besser Pausen macht und euch selbst Gutes tut.

Damit ein angestrebtes Ziel erreichbar ist, muss es SMART sein. SMART bedeutet: spezifisch, messbar, attraktiv (oder akzeptiert), realistisch und terminiert.

Was bedeutet das?

  • Das Ziel muss klar definiert sein, nicht wischiwaschi und so oder anders interpretierbar.
  • Du musst erkennen können, wenn du es erreicht hast.
  • Natürlich sollte es für dich einen positiven Effekt haben und
  • durch dich selbst (wenn vielleicht auch nur in kleinen Schritten) in einem
  • absehbaren Zeitraum erreichbar sein.

Das ist auch der Grund, warum der Wunsch „schwanger zu sein“ kein geeignetes Ziel ist. Ihr könnt es nicht nur durch euer aktives Tun erreichen, sondern müsst immer einen Teil dem Schicksal überlassen.

Was könnten also erreichbare Ziele sein?

–       Ich möchte in der und der Zeit ruhiger und gelassener werden und wieder mehr lachen können. (Du würdest selbst feststellen, wenn du es erreicht hättest)
–       Ich möchte wieder klar denken können, ich möchte z.B. konzentriert ein Buch lesen können, ohne Gedankenkreisen und ohne mich stattdessen immer nur zu fragen, warum es ausgerechnet bei uns nicht klappt.
–       Ich möchte Spaß bei der Arbeit haben, auch wenn dort über Kinder und Erziehung geredet wird.
–       Ich möchte wieder Spaß daran haben, mich mit Freundinnen zu treffen, die kleine Kinder haben.
–       Ich möchte aufhören zu rauchen, 10 kg abnehmen, 2x/Woche Sport machen o.ä.

Zudem hatte ich vorhin Ängste angesprochen.
Ängste können sich selbstständig machen und absurde Ausmaße annehmen.

Auch hier könnt ihr ansetzen:

Hinterfragt sie.
Schaut sie aus den Augen eures Partners, eurer Mutter, eurer besten Freundin an.
Sehen sie es genauso?
Manche Ängste müssen allerdings auch konkreter und möglicherweise mit Unterstützung angegangen werden.

Welche Möglichkeiten gibt es sonst?

Was für Ressourcen habt ihr?
Gab es einen Zeitpunkt, an dem es euch besser ging?
Gab es einen Moment, an dem ihr fröhlicher, entspannter, leichter wart?
Wie habt ihr das damals gemacht?
Wer oder was hat euch dabei geholfen?

Ihr seht, dass ihr dieses Gefühl der Ohnmacht nicht aushalten müsst. Ihr könnt etwas tun! Ihr könnt die Chancen verbessern. Ihr könnt aktiv werden.

Sucht nicht nur im Äußeren, schaut auch nach innen. Viele Dinge könnt ihr selbst angehen.
Schreibt, malt, redet mit eurem Partner, redet mit guten Freunden oder Familie. Ganz oft glauben wir, dass Erwartungen an uns gestellt werden, die in Wirklichkeit nur in unserem Kopf existieren.
Vielleicht benötigt ihr Unterstützung.

Das Tolle daran ist, dass die Dinge, die ihr hier lernt, hier angeht, hier erfahrt, nicht nur für die Kinderwunschzeit nutzen könnt.
Sie lassen euch wachsen, bereit sein für die Schwangerschaft, für die Zeit mit Kind, für das Leben…. Denn letzteres wird euch immer wieder vor Herausforderungen stellen.

Für viele weitere Inhalte, Tipps und Ideen findest du mich bei Instagram unter Coaching.Your.Dream.Wunschkind Gerne darfst du mich hier bei Fragen oder Anregungen persönlich kontaktieren.

Ich freue mich immer über Kommentare, Anregungen und Themenwünsche! Meine Beiträge dürfen gerne unter Berücksichtigung des Copyrights geteilt, verwendet oder empfohlen werden.

Wenn du mehr über mich erfahren möchtest oder Unterstützung in einem ganz speziellen 1:1-Kinderwunsch-Coaching (oder 1:2 mit PartnerIn) suchst, findest du mich unter www.coaching-your-dream.de

Ich freue mich total darauf, dich kennenzulernen!

Viele Grüße,
Susanne von Coaching Your Dream

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