Unsere Postboten – die Hormone

Dass schwanger Werden viel mit dem Kopf 🧠 zu tun hat, weißt du spĂ€testens, seit du dir ganz viel Kopf drum machst.

Es hat aber auch vorher schon viel damit zu tun. Und zwar mit dem Hypothalamus, einem Teil des Gehirns 🧠, der zwischen Nervensystem und Hormonen vermittelt und sozusagen bei dem Thema der Oberboss ist.
Zudem baumelt am Hirn eine DrĂŒse, die HirnanhangdrĂŒse (Hypophyse).
Diese beiden unterhalten sich miteinander und außerdem mit den Eierstöcken mittels Post, die via Blutweg verteilt wird: den Hormonen💌.
Und so kommt es zu einem stÀndigen Austausch, bei dem sie sich gegenseitig steuern, mal stimulieren, mal bremsen. Keiner kann unkontrolliert macht, was er will.

Fangen wir mal an einer Stelle an:

Der Hypothalamus schickt ein Releasing-Hormon an die Hypophyse mit der Botschaft: hey, stimulier` mal den Eierstock
Daraufhin fĂ€ngt die Hypophyse an zu arbeiten. In Bezug auf Kinderwunschhormone💌 schickt sie zwei verschiedene los (insgesamt kann sie noch einiges mehr).
Das erste Hormon ist das FSH, das Follikel-stimulierende Hormon. Da kannst du dir auch gleich denken, was das bewirken soll. Via Blut kommt es an den Eierstock und vermittelt ihm, dass er jetzt mal EiblĂ€schen 🔮 wachsen und reifen lassen soll. Es wird also der erste Teil des Zyklus angeregt.
Im Eierstock geht’s dann weiter mit der Post💌.
Der Follikel 🔮 wĂ€chst und bildet jetzt auch ein Hormon: ein Östrogen (das Estradiol). Der Auftrag: „GebĂ€rmutter🍐: fang an zu wachsen und mache dich bereit!“
Zudem Post💌 an GebĂ€rmutterhals und Muttermund: „TĂŒr öffnen, Rutschbahn durch flĂŒssigen Schleim bilden!“, damit es die Spermien es etwas leichter haben, durchzuflutschen.
(Im Blog ĂŒber die GebĂ€rmutter🍐 hast du ja schon gelesen, dass der GebĂ€rmutterhals an sich fest verschlossen ist, zusĂ€tzlich steckt ein zĂ€her Schleimpropf drin, der abdichtet)
Den Schleim könnt ihr spĂŒren, wenn ihr ein bisschen darauf achtet. FĂŒhlt sich eure Scheide feuchter an als sonst, gibt es wahrscheinlich schon eine ganze Menge an Östrogen und der Eisprung steht bevor.

Ich hatte schon gesagt, dass die Hypophyse zwei Kinderwunschhormone💌 bildet:
Das zweite ist das LH (das luteinisierende Hormon, das gelb-machende Hormon)
In der Zyklusmitte, so um den 14. Tag rum, wenn ein Follikel 🔮 groß genug ist, wird kurzfristig viel von diesem Hormon ausgeschĂŒttet. Dadurch weiß das EiblĂ€schen🔮, dass Eisprungzeit ist, und so nach 24-36 Stunden hĂŒpft das Ei🚀.

Das LH wird auch von den Ovulationstests gemessen, die du vielleicht verwendest, um rauszufinden, wann ein gĂŒnstiger Moment ist, deinen Partner zu verfĂŒhren oder dich verfĂŒhren zu lassen⚀. Ich meine gĂŒnstig im Sinne von dem Plan, schwanger zu werden. Sonst gibt es sicher auch andere gĂŒnstige Gelegenheiten
😉

Vielleicht verspĂŒrst du sogar den Mittelschmerz, der auch so um den Eisprung🚀 herum auftritt. Es ist allerdings nicht ganz klar, wodurch er ausgelöst wird, durch den prallen Eierstock, den platzenden Follikel🔮, durch die FlĂŒssigkeit des Follikels🔮, die in die Bauchhöhle tropft oder wieder etwas anderes. Demnach solltest du den Mittelschmerz nicht als sicheren Moment des Eisprungs werten. Vielleicht ist er zu dem Zeitpunkt auch schon vorbei.

So, aber was hat nun das LH mit gelb zu tun?
Nach dem Eisprung bleibt im Eierstock ein Rest des EiblĂ€schens ĂŒbrig und wird zum Gelbkörper. Die Zellen haben eine etwas gelbliche Farbe. đŸ€š

Dieser Gelbkörper produziert noch ein Hormon: das Progesteron.
Damit geht der Auftrag an die GebĂ€rmutter🍐: „Bruthöhle vorbereiten! Betten frisch beziehen, Essen bereitstellen!“ Es soll also alles gerichtet sein, damit bei erfolgreicher Befruchtung der kleine Zellhaufen einziehen kann.

Zudem wird durch das Progesteron der Zervixschleim wieder zĂ€her und verschließt den GebĂ€rmutterhals nach außen. MĂ€dels: der Embryo kann nicht rausfallen!!!

Da alles ein Kreisverkehr ist, bekommen Hypothalamus und Hypophyse aber auch wieder RĂŒckmeldungen aus dem Körper:
Tritt eine Schwangerschaft ein, steigen der Östrogen- und Progesteronspiegel. Auftrag an den Hypothalamus: „Ruh dich aus, vorerst brauchen wir dein Hormon💌 nicht!“
Ohne Schwangerschaft kommt es zum Abfall der beiden Hormone. RĂŒckkopplung an den Hypothalamus: „Es geht wieder von vorne los.“

Ganz schön kompliziert. Und natĂŒrlich ist in Wirklichkeit alles noch komplexer, weil noch ganz viel anderer Krimskrams hier mit reinspielt. Aber das ist im Moment nicht so wichtig.

Kurz zusammengefasst:

Es gibt das Releasing-Hormon das im Hypothalamus, also im Gehirn produziert wird. Die nĂ€chste Ebene darunter ist die HirnanhangdrĂŒse, die das FSH (Follike-stimulierende Hormon) sowie das LH (luteinisierende=gelb-machende Hormon) bildet.
Und dann gibt es noch die Sexualhormone💌: die Östrogene und Gestagene (das Progesteron), die im Eierstock bzw. Follikel und Gelbkörper gebildet werden.

Und was bedeutet das jetzt fĂŒr dich?

Wie schon erwĂ€hnt, kannst du einen Ovulationstest nutzen, um die LH-Erhöhung zu messen. Sind im Morgenurin Mengen davon nachweisbar, steht der Eisprung kurz bevor. Also ab ins Bett! ⚀ (oder wohin auch immer)

Ebenso kannst du deinen Zervixschleim beobachten und die Gelegenheit nutzen, wenn er flĂŒssig wird und es sich feucht in deiner Unterhose anfĂŒhlt.

Was ich noch nicht erwĂ€hnt habe, ist die Temperaturmessung. In einem Zyklus, in dem ein Eisprung🚀 stattfindet, Ă€ndert sich in der Mitte des Zyklus nach dem Eisprung die Temperatur um 0,2-0,4°.
Zum Kinderkriegen finde ich das allerdings eine schwierige Methode. Die Temperatur sollte immer zu einem Àhnlichen Zeitpunkt gemessen werden, noch im Bett, ohne vorherige körperliche BetÀtigung. Und wenn sie ansteigt, ist es eigentlich auch schon wieder zu spÀt.
Sie ist lediglich dann hilfreich, wenn du einen sehr regelmĂ€ĂŸigen Zyklus hast und diesen damit ein paar Monate beobachtest. Dadurch bekommst du einen Anhalt, wann der Eisprung🚀 stattfindet.
Doch Achtung: der Zyklus kann sich im Laufe der Zeit auch verschieben.

Wie ich schon im Blog „Henne oder Ei“ geschrieben habe, lebt die EizelleđŸ„š ca. 12-18 Stunden. In der Zeit muss sie befruchtet werden. Spermien können unter optimalen Bedingungen in der Frau bis zu 5 Tage ĂŒberleben. Daraus ergibt sich, dass ihr möglichst vor oder beim Eisprung🚀 Verkehr haben solltet, um zum Erfolg zu gelangen.

Jetzt habt ihr hier ein paar technische Hinweise, wann ihr am besten Sex habt.

Nur da taucht schnell das Problem auf, dass eine reine Amtshandlung nach Kalender daraus entsteht. Von Romantik oder Spaß keine Rede mehr. Und wenn`s richtig blöd lĂ€uft, wird daraus StressâšĄïž.
Und der ist in keiner Weise förderlich, schon gar nicht, wenn Folgen wie eine trockene schmerzende Scheide bei dir oder eine eingeschrÀnkte Stehfreudigkeit bei deinem Partner auftritt. Das solltet ihr von Anfang an im Auge behalten.

Und was könnt ihr dagegen tun?

1)    Nicht ĂŒbertreiben. Es ist nicht notwendig, an 5 aufeinanderfolgenden Tagen 3x tĂ€gl. Geschlechtsverkehr⚀ zu haben. Okay, außer es macht euch Spaß, dann nur zu! Ansonsten reichen auch ein- oder zweimal. Oder soviel, wie ihr Lust habt. Und das dann möglichst 1-2-3 Tage vor oder am Eisprung🚀.

2)    Versucht, es euch schön zu machen! Nehmt euch Zeit dafĂŒr, nicht schnell, schnell zwischen Tatort und Einschlafen.
Nutzt vielleicht auch mal eine andere Tageszeit. Oder vielleicht sogar einen anderen Ort? Kinder können auch außerhalb des Bettes gezeugt werden😉.

3)    Stimmt euch ein. Zuvor ein schönes Essen? Ein Spaziergang? Eine Runde Sport? Ein GlÀschen Wein?

4)    Redet miteinander! Sprecht ĂŒber eure GefĂŒhle, kommt euch nahe.
Redet ĂŒber euren Kinderwunsch. Malt euch doch mal eine Schwangerschaft aus
 Euer Unterbewusstsein liebt Bilder!

5)    Macht doch mal wieder die Dinge, die ihr sexuell gemacht habt, bevor ihr ein Baby haben wolltet
.

Viel Spaß!

FĂŒr viele weitere Inhalte, Tipps und Ideen findest du mich bei Instagram unter Coaching.Your.Dream.Wunschkind Gerne darfst du mich hier bei Fragen oder Anregungen persönlich kontaktieren.

Ich freue mich immer ĂŒber Kommentare, Anregungen und ThemenwĂŒnsche! Meine BeitrĂ€ge dĂŒrfen gerne unter BerĂŒcksichtigung des Copyrights geteilt, verwendet oder empfohlen werden.

Wenn du mehr ĂŒber mich erfahren möchtest oder UnterstĂŒtzung in einem ganz speziellen 1:1-Kinderwunsch-Coaching (oder 1:2 mit PartnerIn) suchst, findest du mich unter www.coaching-your-dream.de

Ich freue mich total darauf, dich kennenzulernen!

Viele GrĂŒĂŸe,
Susanne von Coaching Your Dream

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